• Marion Quaas-Reinhard

Mindfulness / Diversity Moment

Zwischen Reiz & Reaktion liegt ein Raum; diesen zu entdecken ermöglicht einer Gruppe als „Belohnung“ ein mehr an Diversität und Co-Gestaltung.

  • Wir alle haben durch unsere Erziehung, unsere Erfahrung und unsere Biografie Muster im Denken, Sprechen und Handeln erworben. Dadurch entsteht ein sich selbst stabilisierendes Verhaltens-System, das uns in bestimmten Situationen in den immer gleichen Reaktionsmodus fallen lässt, obwohl wir das oft nicht wollen und eigentlich besser wissen, wie wir angemessener reagieren könnten.

  • Die Beobachtung, dass wir uns wenig Raum zwischen Reiz und Reaktion lassen wächst im Laufe der Persönlichkeitsreifung - die Sehnsucht nach Musterunterbrechung und authentischen Reaktionen und schöpferischen Dialogen ebenso. Manchmal gelingt es uns, diesen Reflexionsraum einzuschalten, bevor wir reagieren, manchmal nicht.

  • Eine hilfreiche Trainingseinheit kommt aus Buddhismus und transpersonaler Psychologie und nennt sich „Achtsame Beobachtung und Dis-Identifikation“

Dr. med. & Dr. phil., Victor Frankl, österreichischer Neurologe und Psychiater, Professor für Logotherapie an der Universität San Diego, KZ Überlebender
  • Wir nehmen uns 10-30 min Zeit am Tag für achtsame Selbstbeobachtung. Während dieser Zeit beamen wir uns mit unseren inneren „Denkmuskeln“ in einen „Beobachterraum“ und nehmen alles wahr, was wir hören, sehen, riechen, denken, schmecken, fühlen. Dabei bleiben wir im Atmen. Wir sitzen, atmen, beobachten. Das ist es. So einfach.

  • Und zugleich identifizieren wir uns nicht mehr mit dem Gefühl oder einem Gedanken, als seien wir ganz und gar diese. Wir beobachten sie und wir beobachten, was sie mit uns „machen“.

  • Und wir lernen zu entscheiden, was wir mit ihnen machen können, indem wir sie beobachten.

  • Je länger man sich in dieser Übung erkundet, umso mehr tritt im Alltag die Fähigkeit auf, diesen „ Beobachterraum“ auch spontan zu aktivieren. Dann wir auch im Alltag der Raum zwischen Reiz und Reaktion länger. Man reagiert weniger musterhaft und kann öfters Muster kreativ unterbrechen.

  • Ein wichtiger Effekt tritt ein: Man kann man einem Dialogpartner klarer faktisch und empathisch zuhören ohne gleich die innere Stimme der Kritik / Furcht / Ver-und Beurteilungen mitlaufen zu lassen. Diese Stimmen werden ruhiger und man kann wirklich zuhören und dadurch den Dialogpartner in seiner Diversität annehmen. Das wiederum ist die Basis, um überhaupt cokreativ mit anderen sein zu können, was wiederum die Basis für Agilität ist.

Verabredet Euch zur 4 Wochen Challenge: 10 min/Tag investiert jeder Zeit in „Achtsame Beobachtung & Dis-Identifikation“. Alle 7 Tage tauscht Euch aus über die persönlichen Erkenntnisse und die Auswirkungen auf Gruppendynamik und (HBDI) Diversität.

  • Anleitung „Achtsame Beobachtung & Dis-Identifikation“ (s.o.)

  • Austauschthemen in der Gruppe:

-Meine Erlebnisse und Erkenntnisse während der Challenge

-Mein Beobachtung über mich während der Woche in Dialogen (solo, Gruppe) im Alltag:

>Wie viele reaktive Muster im Verhalten (Denken, Sprechen, Handeln) habe ich bei mir beobachtet und und wieviel authentische oder schöpferische Gesprächsgestaltung?

>Konnte ich im Dialog die (HBDI-) Perspektive des anderen „faktisch und empathisch hören“? Konnte ich die Perspektive des Dialogpartners auf die Dinge wahrnehmen, durchdringen und ggf. als „divers zu mir“ einfach einmal stehen lassen? Konnte ich cokreativ auf den Gedanken und Ideen des anderen aufbauen und eine Synergie aus unseren beiden Intelligenzen entwickeln?

-Unsere Erlebnisse in der Gruppe: Welche Auswirkungen hat die Challenge auf unsere Gruppendynamik?

-Unser Fazit: Was dürfen wir in den nächsten 7 Tagen noch gehen lassen bei uns oder neu kommen lassen? Was darf bleiben?

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